Vorsicht vor Einbrechern

Kennen Sie Gaunerzinken?

burglar-157142_640Immer wieder hört man von ihnen: Gaunerbanden, unterschiedlicher Nationalität, die erst die Grundstücke und Häuser ausspähen, um dann innerhalb weniger Tage zu zuschlagen. Wer nun glaubt, dass es sich hierbei um die gleichen Gruppen handelt, hat in vielen Fällen Recht. Aber nicht immer! Denn die zweite Gruppe, die tatsächlich den Einbruch versucht bzw. vornimmt, ist manchmal aus ganz anderen Personen zusammen gesetzt. Doch woher wissen sie, wo es sich lohnt und wo nicht? Und genau an dieser Stelle kommen die Gaunerzinken ins Spiel.

Symbolsprache

Diese Gruppen haben über die Jahre, wenn nicht Jahrzehnte oder Jahrhunderte, einen Symbolcode geschaffen, der sie genau darüber informiert, was in dieser Straße möglich ist. Die Zeichen können auf vielfältige Art übermittelt werden. So können sie direkt an den Eingangstüren der Häuser in die Türzarge, aber auch auf die Mauer des Gebäudes eingeritzt sein.

Der Witz ist, dass der Normalbürger diese vielleicht bemerkt, aber eher davon ausgeht, dass „irgendwelche Kinder“ kleine, missratene Zeichnungen versucht hat, in dem Material zu verewigen. Doch leider wäre dies schön. Denn diese „missratenen“ Bildchen haben für die Einbrecherbanden eine klare Aussagekraft. Doch nicht nur Einbrecher profitieren von diesen. Auch Bettler, Hausierer und Tagelöhner wissen diese Zeichen korrekt zu deuten.

Da diese Zeichen aber nicht immer direkt an den Objekten angebracht werden, weiß man, selbst wenn man sie deuten kann, nichts von ihrer Existenz. Denn oft befinden sie sich auch an Gartenzäunen oder Laternenpfählen, wo niemand von uns wirklich darauf achten würde.

Vorsorge ist angesagt

Die Polizeigewerkschaft ruft in Deutschland daher dazu auf, diese Codesymbole immer und immer wieder in den Umlauf zu bringen und diese Informationen zu verbreiten, damit immer mehr Menschen Bescheid wissen. Auch rät sie, die Augen offen zu halten. Werden derartigen Personengruppen gesichtet, ist es besser, der Polizei eine entsprechende Information zu kommen zu lassen, als dass sie sich ungestört umschauen können.

Auch das Halten eines Hundes kann besonders auf dem Lande viele Personen abschrecken. Natürlich ist auch die reguläre Sicherung des Hauses, der Wohnung angesagt. Hierzu gehört selbstverständlich das Sicherheitstürschloss, die abschließbaren Fenstergriffe, die Außenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern, bei Bedarf auf Kameras oder die Beauftragung einer regionalen Sicherheitsfirma, die bei entsprechender Installation über jeden unbefugten Zutritt auf das Gelände bzw. in das Haus informiert wird und einen Sicherheitsmann dorthin schickt, um nach dem Rechten zu sehen.

Es gibt viele Möglichkeiten sich zu schützen. Eine davon ist mit Sicherheit die Aufklärung, was es alles gibt und mit welchen Tipps und Tricks die „Gauner“ untereinander kommunizieren.