Welche Holzsorten sind zum Heizen am Besten?

wood-850081_640Der Kaminofen steht für viele Menschen als das Paradesymbol für Gemütlichkeit. Doch in der heutigen Zeit wird er nicht nur aus diesem Grunde angeschafft. Denn er hilft natürlich auch, die Kosten der Gas- oder Ölheizung gering zu halten. Doch wer tatsächlich mit dem Kaminofen heizen möchte, der muss einiges wissen. Hierzu gehört nicht nur, wie der Ofen korrekt an zu zünden und zu heizen ist, sondern es gehört auch ein Grundwissen über Holz, dessen Beschaffenheit und Lagerung dazu.

Restfeuchtigkeit

Egal für welches Holz man sich entscheidet, ist es wichtig, auf die Restfeuchtigkeit im Holz zu achten. Feuchtes Holz bringt nämlich zwei Probleme mit sich. Nummer Eins: Es brennt nicht gut. Ist noch viel Restfeuchtigkeit vorhanden, bringt dieses Holz nicht den Wärmeeffekt, den es haben sollte.

Dieser ist nur im optimalen Zustand vorhanden. Nummer Zwei: Feuchtes Holz kann zu Kaltrußbildung führen. Dieser setzt sich im Schornstein ab. Leider ist er anfällig für die Entzündung durch heiße Abgase, was unter ungünstigsten Bedingungen zum Schornsteinbrand führen kann. Es gibt entsprechende Messgeräte, mit denen man schnell und unkompliziert die Restfeuchtigkeit messen kann.

Die richtige Holzsorte

Natürlich kann man generell jedes Holz verbrennen. Doch kommt es darauf an, was man bezwecken möchte. Wer wirklich heizen möchte, benötigt anderes Holz als der, der nur ein bisschen Atmosphäre bieten möchte.

Harthölzer weisen aufgrund ihrer Struktur sowohl eine längere Brennzeit als auch einen höheren Heizeffekt auf. Hierzu gehören unter anderem Eiche, Buche, Ahorn und verschiedene Obsthölzer. Doch nicht immer hat man die Wahl zwischen den Brennhölzern. Aus diesem Grunde haben sich Birke, Fichte und Kiefer als die häufigsten Brennhölzer herauskristallisiert. Zum einen sind sie am weitesten verbreitet. Zum anderen sind sie günstiger als die Harthölzer. Sie verbrennen schneller und bilden eine sehr feine Restasche.

Leider sind sie durch ihre Harze nicht immer angenehm anzufassen. Weiche Hölzer erzeugen mehr Schlacken, die sich im Schornstein oder aber den Röhren festsetzen können. Um hier Komplikationen zu vermeiden, kann ein zusätzlicher Putzgang des Schornsteinfegers sinnvoll sein. Selbiges gilt für die Rohre des Ofens, die selbstverständlich auch zu reinigen sind. Der Umkehrschluss besagt daher, dass Harthölzer sauberer verbrennen, dafür aber mehr Asche hinterlassen.

Jungs Holz, also das, was gerade geschlagen wurde, ist aus verschiedenen Gründen nicht zur sofortigen Verwendung geeignet. Sie sind noch nicht ausreichend durchgetrocknet, was zur schlechten Verbrennung und starker Schlackenbildung führt. Grundsätzlich sollte das Holz 2 Jahre gut gelagert werden – vor Nässe geschützt, aber dennoch gut durchlüftet.